Geburtstags-Videos

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7 Tipps für perfekte Geburtstags-Videos

Jeder Geburtstag im Leben markiert einen Meilenstein – besonders in der Kindheit! Beginnend mit der Geburt, versuchen Eltern das Aufwachsen ihrer Kleinen zu dokumentieren und die besonderen Momente für die Zukunft zu bewahren. Mit Smartphones und Video-Kameras ist es heute einfacher als je zuvor. Gerade zu den Kindergeburtstagen, lässt sich mit Videos die jährliche Entwicklungen verfolgen und Eltern können sich in den Folgejahren wieder und wieder an den kleinen, kuchenverschmierten Gesichtern erfreuen.

 

Unbezahlbare, lebendige Erinnerungen

Ein Kindergeburtstag ist oft eine komprimierte Version der aktuellen Vorlieben und Interessen eines Kindes. Geburtstagsmotto, Geschenkpapier und Geschenke spiegeln oft wieder, welche Themen das Kind gerade bewegen. Die eingeladenen Freunde zeigen Freundschaften oder spiegeln wieder, in welchem Umfeld sich das Kind gerade wohlfühlt. Feinheiten wie Sprachvermögen, Wortwahl, Temperament, Bewegungsintensität, Kleiderstil … lassen sich später in den Videos verfolgen und sorgen nicht selten Jahre später für Staunen, weil man das Lispeln der Kleinen komplett vergessen hat oder sich an die piepsige Kinderstimme schon nicht mehr erinnern kann. Ein Geburtstagsvideo schafft eine lebendige Erinnerung, während ein Foto den Moment in der Zeit “einfriert”.

Die Kinder selbst werden sich an viele Stationen ihrer Kindheit später nicht mehr ohne Weiteres erinnern können. Doch taucht das alte Kinderzimmer in den Videos aus vergangenen Jahren auf, macht es oftmals „Klick“ und das Mobilé über dem Wickeltisch, das Rutscherauto in rot oder der leider verlorene Lieblingsteddy sind wieder present.

Keine Frage also: Videos sind wahre Schätze aus der Vergangenheit und Eltern tun gut daran, immer mal wieder – sei es zu besonderen Anlässen oder auch im Alltag – mit der Kamera drauf zu halten.

Langweilige Videos vermeiden – so geht’s

Nach und nach sammelt sich ein riesiger Datenberg an und es scheint unmöglich, all dies in einem vertretbaren Zeitrahmen anzusehen. Zudem kann eine Video-Vorführung leicht einem öden Dia-Abend mit den Urgroßeltern ähneln, denn neben den spannenden, amüsanten oder bewegenden Momenten, wurde sicher auch allerhand Banales und selbst im Nachhinein eher Langweiliges dokumentiert. Um dies zu vermeiden, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

1. Kamera-Führung: Die Aufnahme interessant gestalten

Ein bisschen Hollywood darf auch bei Dir zuhause einziehen, wenn es um die Kameraführung geht. Wer minutenlang aus der gleichen Perspektive filmt, darf sich nicht wundern, wenn das Publikum später gähnt und ungeduldig mit den Fingern trommelt. Ein bisschen Bewegung und etwas Perspektiven-Wechsel sind wichtig, damit das Interesse der Zuschauer erhalten bleibt.

Beispiel: Du filmst wie Dein Kind am 4. Geburtstag versucht die Kerzen auf dem Kuchen auszupusten. Dies wird vermutlich etwas dauern, denn „auspusten“ ist für Kleine nicht so leicht. Bewege Dich während der Aufnahme z.B. von Deiner Position dem Kind gegenüber langsam seitlich und filme nicht nur frontal, sondern auch seitlich und über seine Schulter aus der Perspektive Deines Kindes. Schwenke dabei zu den umstehenden Personen (sie werden über die Jahre ja auch älter) wie Großeltern, Geschwister etc. – diese werden später sicher auch das Publikum für diese Aufnahmen sein, und gespannt erwarten, sich selbst in früheren Jahren zu sehen („Au weia, diese Frisuren damals!“).

Wichtig: Bewege und schwenke die Kamera immer nur sehr langsam, damit diese nicht den Fokus verliert und die Aufnahmen dadurch unscharf erscheinen.

2. Vorsicht mit dem Zoom!

Die Zoom-Funktion an Kameras und Smartphones ist eine tolle Sache, um Emotionen in Gesichtern zu verdeutlichen wie z.B. die strahlenden Augen des Kindes. Doch auch hier gilt: Langsam! Zoome nicht zu schnell und vermeide vor allen Dingen, den Zoom zu viel zu nutzen. Wer beim Filmen ständig rein- und raus zoomt, riskiert dass sich das Anschauen später wie eine Achterbahnfahrt anfühlt.
Oft ist es auch gar nicht nötig, sehr tief zu zoomen: Moderne Video-Bearbeitungsprogramme bieten die Möglicheit nachträglich zu zoomen. Hierbei ist das Zoomen deutlich leichter zu kontrollieren als an der Kamera.

3. … and Action! … and Cut!

Manche Menschen sind kamerascheu und fliehen vor dem Objektiv oder verhalten sich bei laufender Kamera plötzlich unnatürlich und steif. Heimlich zu filmen scheint dann die bessere Alternative, jedoch birgt sie ein wesentliches Risiko: Das natürliche Verhalten ist vielleicht im Nachgang noch peinlicher als gestelzte Sätze und Bewegungen. Kenne Deine Darsteller und entscheide, was den geringeren Schaden anrichtet: Eine allgemeine Warnung „ich filme jetzt“ oder eine als Fotografie getarnte Videoaufnahme.

Sollte letzteres zu Szenen führen die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen, hilft auch hier wieder die Nachbearbeitung mit Video-Software. Dort lassen sich Bild und Ton trennen und Du kannst unerwünschte Kommentare oder auch ganze Szenen einfach herausschneiden. Um fehlende Ton-Abschnitte zu kaschieren, lässt sich das Video einfach mit etwas Musik unterlegen und schon fällt es nicht mehr auf.

4. Die Video-Bearbeitung mittels Software

video software

Inzwischen sind die meisten Programme zur Video-Bearbeitung für jeden Laien leicht verständlich und überwiegend intuitiv anwendbar. Während Adobe für den Normalanwender zu kompliziert, überladen und teuer ist, gibt es für etwa 60 € schon großartige Software, die meist auch mit vielen Anleitungsvideos versehen ist, um aus den vorhandenen Funktionen das Optimum herauszuholen. Video-Bearbeitungsprogramme sollten Funktionen wie diese aufweisen:

Einfacher Import der Videos von Kamera und Smartphone

Das Herunterladen sollte im dem auf der Kamera gespeichert Format möglich sein, ohne zuvor in ein andere Format zu kompilieren.

Audio-Ducking

Wenn Du Dein Video im Hintergrund  mit Musik unterlegst, dann kann diese mittels Audio-Ducking stets dann leiser gemacht werden, wenn eine Stimme spricht. Viele Programme bieten inzwischen eine Funktion, die dies automatisch erkennt, so dass Du nicht manuell alle Stimmen-Momente markieren musst.

Zoom-Effekt

Ein Zoom in der Nachbearbeitung hinzugefügt ist in der Regel ruhiger und gezielter als während der Aufnahme. Allerdings muss die Qualität der Aufnahme möglichst hoch sein, um zu vermeiden dass der Effekt zu einem pixeligen Ergebnis führt.

Kreative Übergänge zum Überblenden zwischen Szenen

Die neue Szene an die vorherige anzusetzen, ohne dass es groß auffällt oder aber deutlich machen, dass hier ein neues Kapitel beginnt – beides ist mit Übergängen möglich. Sei es z.B. ein „Vorhang“ der sich vor der neuen Szene öffnet oder ein sanfter, kaum merklicher Szenenwechsel mit einer Überblendung beider Szenen – kaum eine Funktion wirkt sich stärker auf die Erzählweise des Videos aus als diese.

Weißabgleich und Farbanpassung

Während bei Kino- und Fernsehfilmen jede Szene zunächst perfekt ausbeleuchtet wird, musst Du bei Familien-Aufnahmen immer mit dem Licht arbeiten, was gerade da ist: Tageslicht durch das Fenster, Lampen-Beleuchtung, Kerzenschein und indirektes Licht. Entsprechend düster und in den Farben verzerrt ist oft das Ergebnis – besonders bei Aufnahmen die drinnen stattfinden. Für korrekte Farben sorgt dann die Weißabgleich-Funktion im Programm. Sie kann entweder automatisch erkennen, wie die Farben korrigiert werden müssen oder Du suchst eine Stelle im Video, wo ein weißes Objekt dargestellt wird (meist sieht es auf der Aufnahme dann grau oder bläulich aus) und klickst darauf, um dem Programm zu zeigen, was weiß sein sollte. Die Farben werden dann automatisch entsprechend angepasst.

 

5. Die richtige Video-Software verwenden

Für Anfänger und fortgeschrittene Anwender gibt es eine Reihe von Anwendungen, die günstig sind und mit einem guten Funktionsumfang alle Anforderungen erfüllen. Das Vergleichsportal Netzsieger.de hat die gängigsten Programme umfangreich getestet und als Sieger den Cyberlink-Powerdirector festgestellt. Dies deckt sich auch mit meinen Recherchen und persönlichen Erfahrungen. Ein ähnlich gutes Programm ist Corel VideoStudio – jedoch läuft es nicht immer stabil und neigt gelegentlich zu Programm-Abstürzen.
Professionelle Programme wie von Adobe sind hingegen eher für Profis gedacht und mit Funktionen so überladen, dass es dem Layen nur mit erheblichem Lernaufwand möglich ist, selbst einfache Filme zu editieren. Zudem ist bei Adobe kein Kauf der Software möglich, stattdessen muss ein monatlicher Betrag für die Verwendung bezahlt werden, was sich bei einer nur gelegentlichen Nutzung nicht rentiert.

 

6. Das solltest Du filmen

Beim Kindergeburtstag hat man eigentlich reichlich zu tun und kann nicht immer die Kamera in der Hand haben. Auch möchte man nicht alles nur am Kamera-Bildschirm verfolgen. Selektierte Szenen zu filmen macht daher Sinn. Die wichtigsten Momente sind vermutlich:

  • Erster Anblick des Geburtstagstisches und der Geschenke
  • Auspusten der Geburtstragskerzen
  • Auspacken der Geschenke (besonders wenn ein Schenkender nicht dabei sein kann und dank Video später den Moment der Freude nachholen kann)
  • anwesende Gäste (z.B. beim Geburtstagslied singen?)
  • kurze Szenen vom Geburtstagsspiel mit den kleinen Freunden
  • Das müde Gesicht am Abend und ein kurzes Interview „Was war heute das Schönste?“

 

7. Was leicht vergessen wird

Wer filmt, vergisst manchmal, auch Fotos zu machen. Während das Video auf dem Speichermedium nicht immer überall abrufbar ist, kann man Fotos zur Erinnerung an die Wand hängen oder an Verwandte verschicken.

Wo bin ich da eigentlich? Natürlich hinter der Kamera! Damit auch Deine Momente bei der Geburtstagsfeier festgehalten werden, wäre es sinnvoll sich bei der Kameraführung mit dem Partner abzuwechseln. Noch besser: Onkel oder Tante werden für das Filmen verantwortlich gemacht! Sag ihnen genau welche Momente Du auf Video haben möchtest, oder noch besser: Teile diesen Artikel mit ihnen! … so kannst Du den Geburtstag live erleben und dennoch eine schöne Erinnerung bewahren.

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andere Quellen/Rechte: In Kooperation mit Netzsieger.de